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_*Trotz 5 Grad/ Celsius und Dauerregen Sensation in Oschersleben *_Es war schon ein verücktes WE in Oschersleben.Aber der Reihe nach........... Entspannt wie selten zuvor war am Donnerstag die Einfahrt ins Fahrerlager ( hier haben wir schon ganz andere Dinge erlebt ).Auch der folgende Freitag war wettertechnisch völlig ok und wir konnten die freihen Trainings nutzen um letzte Abstimmungsarbeiten an der R6 vorzunehmen. In der Nacht zum Samstag fielen die Temparaturen auf 4-5 Grad/Celsius und Dauerregen setzte ein. Vor dem 1. Zeittraining am Samstag war meine Stimmung dann im Keller. Ich zitterte vor Kälte und meine Erinnerung an die letzten Regenrunden von 2009 waren auch nicht besonders gut ( schnell ). Aber die Bedingungen waren für alle gleich also Regenkombi drüber und los........ Ich will nicht klagen, aber es war zeitweise so kalt das ich die Kupplung nicht mehr ziehen konnte und das Wasser stand mir vom Nacken überm Hintern bis die die Stiefel. Es war wirklich absolutes Scheisswetter. Aufheitern konnte mich nur der Gedanke das es Thomas und Papa an Boxenmauer wohl nicht besser ging (-: Doch als ich da nach dem 1. Zeitraining Platz 14 auf der Boxentafel sehen konnte, wurde mir schon wieder etwas wärmer. Optimismus machte sich im Team breit, denn das war doch ein ordentliches Ergebnis. Nur Teamchef Papa bremste die Euphorie. Ich höre seine Worte noch heute: " Da werden alle im 2. Zeittraining noch eine große Schippe drauflegen ". Wie so oft sollte er wieder einmal Recht behalten.............. Nur hatte er nicht damit gerechnet das auch ich noch" ne Schippe " im Kombi hatte und diese auch im 2. Zeittraining auspackte. Ich kam super in meinen Rhytmus und fuhr eine schnelle Runde nach der anderen. Zwischenzeitlich zwar auf P 21 abgesackt konnte ich mich doch Runde um Runde verbessern. Im 2. Z.t. fand ich sage und schreibe 10 Sekunden . Auf einmal machte es richtig Bock im Regen zu fahren. Nur wieder Papa dachte an der Boxenmauer nach einigen Ausrutschern meiner Cup Kollegen: " Hoffentlich bringt er die R 6 heil in die Box ". Ja, ich brachte sie heil rein und auf der Boxentafel stand.............ich musste 2 mal hinschauen........... P 3. Hatte da wohl einer eine Zahl vergessen ? Doch als ich nach Ende des 2. Z.t.in die Box rollte war klar...... es hatte keiner eine Zahl vergessen. Thomas und Papa empfingen mich in Stadionatmosphäre. Man war das geil.... ich hatte meine wunderschöne R 6 in die 1. Startreihe auf Platz 3 gestellt. Vergessen war die Kälte, naß von Kopf bis Fuss, na und was soll?s (-: Dann der Rennsonntag: Es war trocken und ich konnte den Ausblick in der 1. Startreihe nicht wirklich genießen...... dazu war ich wohl zu aufgeregt. Nervös wie selten ging ich an den Start, aber man ich stand in der 1. Reihe und vor mir kein Moped zu sehen. Ich glaub ich brauche noch ein wenig Zeit um mich an diesen Ausblick zu gewöhnen. Nach einem ordentlichen Start wusste ich zwar das ich den Speed der Spitze im Trockenen wohl nicht mitgehen konnte, aber mein Ziel war es ja auch " nur " ein paar Punkte zu sammeln. Nach den ersten Runden war ich noch in den Top Ten unterwegs, wurde das Rennen dann in Runde 7 aufgrund eines Sturzes abgebrochen. Schnell zurück an die Box, denn es würde sicher ein Restart erfolgen. Sofort beklagte ich mich über eine wahnsinnig unruhige R 6 beim Rausbeschleunigen. Ich hatte teilweise richtig Mühe denn Bock auf der Strecke zu halten. Nach Rücksprache mit dem Fahrwerksingeneur von Öhlins nahmen wir noch kleine Veränderungen am Fahrwerk vor und raus in die Startaufstellung. Hier angekommen beklagte ich mich nochmal laut bei Papa, denn ich wäre bald in der Warm up Lap abgeflogen. Was war denn da los....? Nochmal der Check ob wirklich alles ok war......... dann der Supergau!! Papa checkte das Hinterrad und da waren höchstens noch 0,5 bar drauf. .................so eine Schei...................... so eine Schei................. Ich kochte vor Wut denn beim Restart könnte ich doch wieder einige Plätze gut machen........... aber es half nichts. Wir schoben unsere R 6 raus aus der Staraufstellung, denn so ins Rennen gehen hätte sicher mit einem Sturz geendet und zum Wechseln des Hinterrades war keine Zeit, denn wir hatten eine verkürzte Startphase von nur einer Minute. Mann, Mann , Mann...... ich war sooooooooooo enttäuscht. Meine Chance auf Punkte platzte wie eine Seifenblase. Nach langem Hadern und riesen Enttäuschung auch im Team dann die Erkenntnis: that?s racing. Der schleichende Plattfuß fand seinen Grund in einem defekten Ventil. Meine Wut kochte nochmal hoch, eine Teil von 50 Cent hatte mir mein Rennen versaut............... Ihr könnt euch vielleicht vorstellen das es für alle eine nicht so fröhliche und gemütliche Heimfahrt war. Jetzt mit Abstand heißt es: Das Beste mitnehmen und am Nürburgring neu angreifen!! Danke an alle für die tolle Unterstützung!! See you am Nürburgring Euer Daniel # 13 |
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| Daniel Weber --Racing Team Dubai-- |